Fehlverhalten am Arbeitsplatz – Ermittlungs- und Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitgebers unter Berücksichtigung des aktuellen Beschäftigtendatenschutz
- 06.03.2012
Ort: Geschäftsstelle des VSW NW, Düsseldorf
Kosten: 325,00 Euro (Mitglieder), 425,00 Euro (Nichtmitglieder) zzgl. MwSt.
Unternehmen sind regelmäßig von Mitarbeiterkriminalität wie Betrug, Korruption oder Geheimnisverrat betroffen. Bei der Aufklärung und Ahndung solcher Delikte im eigenen Haus, z. B. durch Videoüberwachung oder E-Mail - Kontrollen betreten die Unternehmen einen Paragrafendschungel, welcher demnächst noch um ein Gesetz zum Beschäftigtendatenschutz ergänzt werden soll. Welche Mittel und Maßnahmen sind jetzt und zukünftig dann noch zulässig und sind die dabei erlangten Beweise überhaupt gerichtsverwertbar?
Das Seminar soll den Teilnehmern die rechtlichen Rahmenbedingungen bei hausinternen Ermittlungen darstellen und praxisverwertbare Entscheidungshilfen bieten. Zudem werden Wege aufgezeigt, wie der Arbeitgeber arbeitsrechtlich reagieren kann und welche Formalien er dabei einhalten muss. Schließlich erfahren die Teilnehmer, wie die verursachten Schäden durch rechtliche Maßnahmen wie Arreste, Strafanzeige und Zurückgewinnungshilfe minimiert werden können.
Zielgruppe
Geschäftsleiter, Compliance Officer, Sicherheitsverantwortliche, Interne Revision, Personalleiter, Syndikusanwälte, Wirtschaftsermittler, Sicherheitsberater, Datenschutzbeauftragte
Agenda
9:00 Uhr Begrüßung, Einleitung
9:10 – 10.15 Uhr „Zulässige Sachverhaltsermittlung ohne Beweisverwertungsverbote“
- Möglichkeiten des Arbeitgebers zur Feststellung des Sachverhaltes unter Einsatz
von „Hilfsmitteln“ oder einer Wirtschaftsdetektei
- Darstellung der Grundzüge des aktuellen BDSG
- Gesetzesentwurf der BReg zum Beschäftigtendatenschutz
- Schwerpunkte: Videoüberwachung, E-Mail-Kontrollen und GPS
- Wann greifen Beweisverwertungsverbote ein?
10:15 – 10:30 Uhr Kaffeepause
10:30 – 11:45 Uhr „Fehlverhalten am Arbeitsplatz und die Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitgebers“
- Grundzüge einer verhaltensbedingten Tat- und Verdachtskündigung
- Grundzüge einer fristlosen Kündigung
- Formale Voraussetzungen einer Kündigung (Form, Frist, Zugang)
- Beteiligung des Betriebsrats
11:45 – 12:00 Uhr Kaffeepause
12:00 – 13:00 Uhr „Schäden erfolgreich minimieren“
- Aufspüren der Vermögenswerte (Asset Tracing)
- Forderungsdurchsetzung mittels Arreste
- Einschaltung von Ermittlungsbehörden
- Zurückgewinnungshilfe und Gewinnabschöpfung
- Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten
13:15 Uhr Ende
Ziele:
- Darstellung der Ermittlungsoptionen des Arbeitgebers nach dem BDSG
- Vermeidung von Beweisverwertungsverboten
- Darstellung der Handlungsoptionen des Arbeitgebers bei Vorliegen eines Verdachtes
- Formale Voraussetzungen und Fristen bei Kündigung usw.
- Optimale Geltendmachung von Schadensersatz
- Do`s and Dont’s bei Strafanzeigen
Referenten:
Dr. Julia Reinsch, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Partnerin bei Hoffmann Liebs Fritsch & Partner, Rechtsanwälte
Dr. Volker Hees, Rechtsanwalt und Partner bei Hoffmann Liebs Fritsch & Partner, Rechtsanwälte
